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Sanierungsgebiet

"Stadtzentrum Lengenfeld"

Die Stadtsanierung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer lebenswerten Wohn-, Arbeits- und Einkaufsstadt. Das Sanierungsgebiet „Stadtzentrum Lengenfeld“ wurde dazu mit einer Größe von ca. 28 ha im September 1993 durch den Erlass der Sanierungssatzung förmlich festgelegt.

    Plan Sanierungsgebiet:

 Sanierungsgebiet

  

Im Rahmen der sich anschließenden Städtebauförderung des Bundes und des Freistaates Sachsen, Programmteil „Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“, zuletzt nach der Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Förderung der Städtebaulichen Erneuerung im Freistaat Sachsen (VwV StBauE) vom 20.09.2009 konnten umfassende Maßnahmen zur Beseitigung städtebaulicher Missstände durchgeführt werden.

Seit 1993 hat die Durchführung von städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen damit vieles zum Positiven verändert.

Häuser wurden saniert, Straßenräume erneuert, Stellplätze neu angeordnet und öffentliche Grünräume neu geschaffen. Das „Stadtzentrum Lengenfeld“ wurde sichtbar aufgewertet, die Lebens- und Wohnqualität nachhaltig verbessert.

Rund 8 Mio. € an öffentlichen Fördermitteln von Bund, Land und der Stadt Lengenfeld wurden aufgebracht. Darüber hinaus wurden die Maßnahmen durch weitere Eigenmittel der Stadt und Mittel privater Dritter finanziert.

 

Einige Ergebnisse der durchgeführten städtebaulichen Erneuerung sind

(Die Angaben geben die Gesamtaufwendungen in 1.000 € wieder.):

 
  • Vorbereitungen/Planungen/Konzepte                             260 T€

  • Freilegung von gemeindeeigenen Grundstücken              193 T€        

    (z. B. Lindenstraße 4)
  • Rückbau privater Anlagen                                             613 T€

  • Herstellung/Änderung Erschließungsanlagen                1.200 T€        
  • (z. B. Kirchplatz, Marienstraße, Auenweg)
  • Baumaßnahmen privater Dritter                                  1.300 T€

  • Sicherungsmaßnahmen privater Dritter                        2.100 T€
  • Baumaßnahmen Gemeinbedarf- u. Folgeeinrichtungen   6.400 T€
    (Rathaus, Museum, St. Aegidius-Kirche)
 

Seitens des Staatsministeriums des Innern wurde im Jahr 2010 die Beendigung der finanziellen Unterstützung aus dem klassischen Förderprogramm „Städtebauliche Sanierung und Entwicklung (SEP)“ angekündigt. Die Kommunen wurden aufgefordert die Abrechnung der Sanierungsgebiete vorzunehmen und damit auch der Erhebungspflicht von Ausgleichsbeträgen (§ 154 Baugesetzbuch) nachzukommen.

 

Um die Belastung für jeden Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet so gering wie möglich zu halten, hatte sich die Stadt Lengenfeld entschieden, den Eigentümern die Möglichkeit anzubieten, die Ausgleichsbeträge vorzeitig und freiwillig abzulösen. Dabei war auch eine einmalige Reduzierung der Ausgleichsbeträge in Form eines Nachlasses von 20% bei Zahlung bis zum 31.03.2015 (intern verlängert bis 30.04.2015) möglich.

Diese freiwillige und vorzeitige Ablösung war natürlich auch für die Stadt Lengenfeld insgesamt positiv. Alle so eingenommenen Ausgleichsbeträge kamen wieder unmittelbar den Projekten im Sanierungsgebiet „Stadtzentrum Lengenfeld“ zugute und müssen somit nicht mehr an Bund und Land weitergereicht werden.

 

Hierdurch konnten noch die Freizeitanlage am alten Gaswerk sowie die Sanierung der Berggasse und des letzten Stückes der Schulstraße realisiert werden.

 

Das Baugesetzbuch nennt Tatbestände, die eine Aufhebung der Sanierungssatzung bedingen. Im vorliegenden Fall ist die Beendigung der Sanierung durch die Entscheidung des Staatsministeriums des Innern zur Einstellung des Förderprogrammes SEP ursächlich.

 

Die Sanierungssatzung wurde schließlich mit Wirkung vom 28.02.2018 aufgehoben. Das Grundbuchamt wird nun ersucht, die Sanierungsvermerke zu löschen und die abschließende Erhebung von Ausgleichsbeträgen steht an.

Abschließend bleibt nochmal zu bemerken, dass der zwischenzeitliche Wandel des Stadtbildes beeindruckend ist. Wer das Stadtbild von vor 25 Jahren noch im Gedächtnis hat, kann dies gut nachempfinden.

Die Sanierung lebt aber auch von der Mitwirkung der privaten Haus- und Grundstückseigentümer. Sie sind im Sanierungsprozess wichtige Partner der Stadt und leisten mit der Aufwertung ihrer Gebäude einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der Bausubstanz und zur Stabilisierung des Stadtzentrums. An dieser Stelle sei diesen ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Zur weiteren Verbesserung der städtebaulichen Situation steht der Stadt Lengenfeld noch das Erhaltungsgebiet mit den angeschlossenen Fördermöglichkeiten aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zur Verfügung.

 







Infobroschüre zu den Ausgleichsbeiträgen
im Sanierungsgebiet
                                                           (pdf-Datei)



Detailkarte Sanierungsgebiet "Stadtzentrum Lengenfeld"
       (pdf-Datei)

 






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